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Frühere DDR-Bürgerrechtler gegen AfD-Wahlwerbung

20.08.2019 von

Foto: Marianne Birthler, die frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen. Foto: Britta Pedersen/Archiv

In einer offenen Erklärung haben Ostdeutsche und frühere DDR-Bürgerrechtler der AfD vorgeworfen, die friedliche Revolution von 1989 zu vereinnahmen. Mit Wahlkampf-Parolen wie «Vollende die Wende» werde unterstellt, die Revolution sei nicht erfolgreich gewesen. Zugleich behaupte die AfD, in Deutschland herrschten heute ähnliche Verhältnisse wie in der DDR, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Papier. Gegen derartige Gleichsetzungen verwahrten sich die «an den 89er Geschehnissen aktiv beteiligte Bürger und Bürgerinnen».

Zu den mehr als 110 Unterzeichnern der Erklärung mit dem Titel «Nicht mit uns: Gegen den Missbrauch der Friedlichen Revolution 1989 im Wahlkampf» gehören die frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, der Schauspieler Jan Josef Liefers und der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD). Mit der deutschen Wiedervereinigung hätten sich die Ziele der Revolution erfüllt - unter anderem Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, hieß es.

Wenn die Führung der «Alternative für Deutschland» versuche, sich als Vollender einer angeblich unvollkommenen Revolution anzupreisen sowie zum Aufstand aufzurufen, so verbreite sie eine Geschichtslüge. Wer die Unterschiede zwischen DDR und Bundesrepublik nicht anerkenne, verharmlose die SED-Diktatur.

In Brandenburg und Sachsen werden am 1. September neue Parlamente gewählt, in Thüringen am 27. Oktober.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Marianne Birthler, die frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen. Foto: Britta Pedersen/Archiv

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