Nach langer Auszeit hat Kanuslalom-Weltmeisterin Andrea Herzog dank einer Sondergenehmigung wieder mit dem Training begonnen. Direkt nach der Olympia-Verschiebung von Tokio auf das nächste Jahr hatte die 20-Jährige aus Leipzig erst einmal dreieinhalb Wochen Pause gemacht. «Erst am vergangenen Freitag durften wir mit einer Sondergenehmigung in Markkleeberg wieder auf dem Wildwasserkanal. Wir sind jetzt täglich unterwegs, es soll tendenziell auf zwei Mal pro Tag angehoben werden», sagte die Weltmeisterin am Dienstag in einer Videoschalte der deutschen Kanuslalom-Nationalmannschaft.
Die Pause genoss sie in vollen Zügen. «Es ist auf jeden Fall eine Chance, jetzt mal etwas aus dem Druck herauszukommen, am Training wieder ein bisschen Spaß zu haben, das hatte zuletzt etwas gefehlt», sagte die Canadier-Spezialistin, die bei den Titelkämpfen im vergangenen September in Spanien überraschend die viermalige Weltmeisterin Jessica Fox hinter sich ließ und somit die Olympia- Qualifikation schaffte. Jetzt wolle sie die letzten anstrengenden Jahre etwas sacken lassen und «sich davon erholen, damit man die neue Saison mit vollem Elan und Motivation angehen lassen kann».