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Sonderförderung für deutsch-tschechische Projekte

16.04.2020 von

Foto: Symbolbild Coronavirus . pixabay / TheDigitalArtist

Der deutsch-tschechische Zukunftsfonds reagiert auf die Coronavirus-Pandemie kurzfristig mit einem neuen Förderprogramm. Die Gelder in Höhe von insgesamt 373 000 Euro sollen unter anderem in Tschechien lebenden NS-Opfern zugutekommen. Sie zählten aufgrund ihres hohen Alters zu den am stärksten Betroffenen, teilte die Organisation mit Sitz in Prag am Donnerstag mit. Der 1997 gegründete Stiftungsfonds wird von den Regierungen beider Nachbarstaaten finanziert.

Unter die Arme greifen will man zudem «Brückenbauern», die sich seit Jahren für die grenzüberschreitenden Beziehungen einsetzen, aber nun in eine finanzielle Schieflage geraten sind. Darunter sind Künstler, Kulturinstitutionen, Vereine der Kinder- und Jugendarbeit sowie Verlage. Hintergrund ist, dass die aktuellen Versammlungsbeschränkungen die Kulturszene hart treffen. Zudem hat Tschechien ein weitgehendes Ein- und Ausreiseverbot verhängt.

Das über Jahre aufgebaute Vertrauen zwischen Deutschen und Tschechen werde derzeit auf eine Bewährungsprobe gestellt, erklärten die beiden Zukunftsfonds-Geschäftsführer, Petra Ernstberger und Tomas Jelinek. Sie mahnten: «Wir müssen unsere besonders bedrohten Mitbürger schützen und dürfen gleichzeitig nicht die Errungenschaften der letzten 30 Jahre aufs Spiel setzen.»

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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