Am Tomasee in der Schweiz ist der Chemnitzer Joseph Heß am Wochenende zu einem Schwimm-Marathon von der Quelle bis zur Mündung des Rheins gestartet. Vor ihm liegen mehr als 1200 Kilometer, die er in nur 25 Tagen bewältigen will. Das wäre Rekord. Acht bis zehn Stunden will der 34-Jährige täglich schwimmen, dabei aber besonders gefährliche Stellen wie den Rheinfall auslassen. Anfang Juli will er die Nordsee bei Rotterdam erreichen.
Am frühen Samstagmorgen hatte sich Heß auf den Weg zum 2344 Meter hochgelegenen Tomasee, der Wiege des Rheins, gemacht. «Oben war es eisig, der See zum Teil gefroren und die Wassertemperatur lag bei etwa vier Grad», sagte Lisa-Marie Bernhardt, die den Extremschwimmer begleitet. Nach dem Durchschwimmen des Sees war der 34-Jährige den Berg hinuntergelaufen.
Die erste Etappe im Rhein erfolgte dann im Wildwasser. Mit Schonern und Helm schoss der Chemnitzer nach Angaben Bernhardts durch die reißenden Fluten bergab - aus Sicherheitsgründen mit den Füßen voran. Begleitet wurde er dabei von Wildwasserkanuten.