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Wirtschaftsminister Dulig sieht Neuwagenprämien kritisch

Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sieht mögliche Kaufprämien für Autos kritisch. Kaufentscheidungen würden vorgezogen und der Absatz in den Folgejahren erneut einbrechen, sagte der SPD-Politiker am Dienstag im Vorfeld des «Autogipfels» von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern der Autobranche.

«Eine reine Kaufprämie, um den Absatz von Neuwagen anzukurbeln, halte ich für deutlich zu kurz gesprungen», sagte Dulig. Für ihn sei es überdies «paradox», über eine aus Steuern finanzierte Prämie zu diskutieren, während zeitgleich deutsche Automobilkonzerne Milliarden Euro an Boni an ihre Aktionäre ausschütten wollten.

Dulig forderte stattdessen Investitionen in eine Verkehrs- und Technologiewende, um nicht eins zu eins so weiterzuwirtschaften wie vor der Krise. «Besser als eine Neuwagenprämie wäre daher ein langfristig wirksames Bonus-Programm für Zukunftsinvestitionen für die Autohersteller und deren Zulieferer», meinte der Wirtschaftsminister.

Ein staatlicher Bonus könnte Unternehmern Investitionen unter anderem in moderne, energieeffiziente Maschinen und Anlagen ermöglichen. So wäre es möglich, neue, umweltfreundliche Technologien und Verfahren zu fördern. Dies würde Dulig zufolge neben den Automobilherstellern vor allem auch den von den Corona-Ausfällen stark betroffenen Zulieferern helfen. «Auch branchenübergreifend würde solch ein Investitions-Bonus positiv wirken - etwa den Maschinenbau und die Bauindustrie unterstützen».

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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