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Seehofer verurteilt Protest mit Fackeln in Sachsen

Horst Seehofer spricht bei einer Pressekonferenz. / Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Horst Seehofer spricht bei einer Pressekonferenz. / Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) scharf verurteilt. «Was wir da in der Nähe von Grimma gesehen haben, ist kein legitimer Protest», sagte Seehofer der «Bild am Sonntag». «Dieser Fackelumzug ist organisierte Einschüchterung einer staatlichen Repräsentantin. Das erinnert mich an die dunkelsten Kapitel unserer deutschen Geschichte.» Er sei sich sicher, dass die sächsischen Behörden das Geschehen nach diesem Maßstab bewerteten und angemessen Konsequenzen zögen.

Gegner der Corona-Politik hatten am Freitagabend laut rufend mit Fackeln und Plakaten vor Köppings Wohnhaus protestiert. Die Polizei erstattete Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und prüft Verstöße gegen die Corona-Verordnung. Sachsen ist von der vierten Welle der Pandemie besonders hart getroffen.

Seehofer befürchtet mit der geplanten Impfpflicht eine weitere Radikalisierung. «Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass eine Impfpflicht gegen Corona in der Bevölkerung zu Reaktionen führen kann», sagte er. Niemand könne ausschließen, dass sich aus dem Kreise der Impfgegner Einzelpersonen oder Gruppen radikalisierten und im
schlimmsten Fall Gewalttaten verübten. «Die Sicherheitsbehörden müssen hochwachsam sein.»

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