Die Mehrheit der jungen Ostdeutschen ist unzufrieden mit der Klimapolitik der Bundesregierung. 57 Prozent gaben in einer Umfrage des Erfurter Instituts IMK an, sie glaubten nicht, dass mit der jetzigen Politik die Klimaschutzziele erreicht würden. Nur 33 Prozent halten die Anstrengungen für ausreichend.
Der Schutz des Klimas wird vom Gros der jungen Generation zugleich als weitaus wichtiger eingeschätzt als das Wirtschaftswachstum. «Die Generation Greta gibt uns ein klares Signal: Wir müssen mehr tun gegen den Klimawandel», sagte der Vorstandsvorsitzende des ostdeutschen Energieversorgers EnviaM, Stephan Lowis, der Deutschen Presse-Agentur. Das Unternehmen hat die Umfrage in Auftrag gegeben.
Die Befragung zeigt auch: Bei ihrer Haltung in Sachen Klimaschutz unterscheiden sich junge Menschen in Ost und West nur minimal. Auf die Frage, was sie als Bundeskanzler zuerst tun würden, rangiert mit weitem Abstand das Thema «Klima schützen» an erster Stelle, gefolgt von der Förderung erneuerbarer Energien, Änderungen in der Mobilität und Gleichberechtigung aller.