Der thüringische CDU-Chef Mike Mohring verlangt von der großen Koalition in Berlin nach den schweren Verlusten seiner Partei in Sachsen und Brandenburg, Ergebnisse bei den drängendsten Problemen der Menschen zu liefern. «Das hilft und das schafft Vertrauen. Und dann gewinnen wir auch die Wähler zurück, die wir bei dieser Wahl nicht überzeugen konnten», sagte Mohring am Montag vor Beratungen der CDU-Spitze in Berlin nach den Landtagswahlen vom Sonntag.
Auf die Frage, ob es ein richtiger Ansatz sei, die Wähler der AfD künftig außen vor zu lassen, sagte Mohring: «Nein, das ist er nicht.» Die CDU als Volkspartei müsse immer den Anspruch haben, Wähler an sich zu binden. «Und wenn wir Wähler verlieren in Wahlen, haben wir die Aufgabe, zur nächsten Wahl diese Wähler zurückzugewinnen. Durch Vertrauen in unsere Arbeit, durch Politik, die wir machen, Entscheidungen in der Sache und Mut zur Verantwortung.»
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte im ARD-«Morgenmagazin» betont, eine Zusammenarbeit mit der AfD werde es nicht geben. Auf die Frage, ob ihre Partei bei der Abgrenzung zur AfD bleiben und damit ein Viertel der Wähler außen vor lassen könne, sagte sie dann: «Ja, wir können.» Das habe die Partei in den Gremien bereits festgelegt, und auch Kretschmer habe dies deutlich gemacht. In Sachsen hatten die Rechtspopulisten 27,5 Prozent erreicht, in Brandenburg 23,5 Prozent.