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Gysi: Jetzt keine «Personalschlammschlachten» in der Partei

04.09.2019 von

Foto: Gregor Gysi, früherer Fraktionschef der Linken im Bundestag. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild

Der frühere Linke-Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi hat sich vorerst gegen personelle Konsequenzen in seiner Partei nach den Wahlen in Brandenburg und Sachsen ausgesprochen. «Wir gewinnen gemeinsam und wir verlieren gemeinsam, deshalb will ich jetzt keine Personalschlammschlachten», sagte Gysi auf einer Veranstaltung der Linken in Halle. «Wir müssen uns jetzt vorbereiten auf die Wahl in Thüringen.» Erst danach könne man sich wieder mit sich selbst beschäftigen.

Bei den Wahlen in Brandenburg und Sachsen hatte die Linke deutliche Verluste erlitten. Sie rutschte in beiden Ländern von knapp 19 auf unter 11 Prozent. Damit schnitten die Linken bei Landtagswahlen im Osten so schwach ab wie seit 1990 nicht mehr.

Zudem sprach sich Gysi dagegen aus, auf die AfD zuzugehen. «Wir dürfen nie der AfD ein Stück entgegen kommen», sagte er. Wenn man der Partei nur ein bisschen entgegen komme, verliere die Linke Wähler, die klar gegen die AfD seien, aber gewinne keine der AfD hinzu.

Die Linksfraktionschefin im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hatte am Dienstag ihrer Partei eine Mitschuld an den starken Wahlergebnissen der AfD in Sachsen und Brandenburg gegeben. «Wir waren über viele Jahre die Stimme der Unzufriedenen», sagte Wagenknecht dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). «Indem wir uns von unseren früheren Wählern entfremdet haben, haben wir es der AfD leicht gemacht. Insofern sind wir für ihren Erfolg mitverantwortlich.»

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Gregor Gysi, früherer Fraktionschef der Linken im Bundestag. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild

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