Drei Jahrzehnte Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg: Die Unterzeichnung des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages ist am Dienstag mit einem Festakt im Pückler-Schloss im sächsischen Bad Muskau gefeiert worden. «Wir treffen uns als Nachbarn und haben mit diesem wunderbaren Park einen festen Treffpunkt. Für den Freistaat sind unsere Nachbarn wichtige Partner und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Polen hat in Sachsen Verfassungsrang», erklärte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU).
Eingeladen waren unter anderen die Marschallin der Wojewodschaft Lebus, Elżbieta Polak sowie Andrzej Michałowski. Er gilt als Initiator der gemeinsamen deutsch-polnischen Unesco-Welterbestätte Muskauer Park. Der Pückler-Park steht beispielhaft für deutsch-polnische Zusammenarbeit. Durch einen gemeinsamen deutsch-polnischen Antrag gelangte der Park 2004 auf die Welterbe-Liste. Nicht zuletzt wurde damit das grenzüberschreitende Management bei der Pflege des kulturellen Erbes von Pückler gewürdigt. Das Areal mit 830 Hektar geht auf Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871) zurück, der auch den Branitzer Park bei Cottbus geschaffen hat, und gilt als größter Landschaftspark Zentraleuropas im englischen Stil.