Für das vom Bundestag beschlossene Mahnmal für die Opfer von kommunistischer Gewaltherrschaft in Deutschland ist noch kein Standort gefunden. Es werde «ein repräsentativer Standort im Zentrum Berlins empfohlen», heißt es in dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Konzept für das Mahnmal. «Dieser wurde bislang noch nicht gefunden.»
Sobald der Ort feststeht, soll in einem Wettbewerb über die künstlerische Gestaltung des Mahnmals entschieden werden. Im Gespräch sind aktuell unter anderem eine Rasenfläche unweit von Bundestag und Kanzleramt und zwei Grundstücke, die der Stadt gehören. Der Grundstein könnte am 17. Juni 2023 gelegt werden, wenn sich der Arbeiteraufstand in der DDR zum 70. Mal nach 1953 jährt.
Der Bundestag hatte vor einem Jahr beschlossen, mit einem Mahnmal an die Opfer des Kommunismus zu erinnern. Damit soll der Opfer und ihrer Verfolgung gedacht und die Erinnerung an Unrecht und Verbrechen wachgehalten werden.
Als Bezeichnung sieht das Konzept «Denkmal zur Mahnung und Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland» vor. Als Widmung wird vorgeschlagen: «Im Gedenken an das Leid und in Achtung der Würde der Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland».