Eine weitere Filmtrophäe für «Gundermann»-Regisseur Andreas Dresen, diesmal in den USA: Der 56-Jährige, der mit seinem Porträt über den DDR-Liedermacher Gerhard Gundermann im Mai beim Deutschen Filmpreis sechs Lolas gewann, ist in San Francisco mit einem Ehrenpreis für seine Filmkarriere ausgezeichnet worden. Ihm Rahmen von «Berlin & Beyond», dem größten deutschsprachigen Filmfestival in den USA, nahm er die Trophäe in der Nacht zum Mittwoch entgegen.
Zuvor hatte «Gundermann» das «German Currents Film Festival» in Los Angeles eröffnet. In den USA tourt Dresen durch mehrere Städte, davor war er in Japan unterwegs, wo er auch einen Verleih gefunden hat.
Gerhard Gundermann (1955-1998) war Baggerfahrer im Tagebau und Liedermacher in der DDR, der zugleich mit dem Decknamen «Grigori» als Stasi-Spitzel arbeitete. «Ich habe beim Reisen mit dem Film nur gute Erfahrungen gemacht», erzählt Dresen im dpa-Gespräch. «Auch wenn es in Ostdeutschland spielt, ist es doch einer universale und sehr menschliche Geschichte. Überall gibt es Opportunismus und den kleinen Verrat und das kann man anhand der Geschichte von Gundermann sehr gut sehen.»