Die Baggerstadt Ferropolis hat finanzielle Probleme. Dennoch wollen die Verantwortlichen nicht jammern, sondern hoffen auf das nächste Jahr. «Wir haben Glück, dass wir ein großes Außengelände haben», sagte Umsetzungsmanagerin Janine Scharf. Wo sich in anderen Jahren unter anderem die Hip-Hop-Szene zum Splash-Festival getroffen hat, wurde in diesem Jahr gecampt. «Rund 100 Campingplätze entstanden im Sommer.» Aufgrund der Freiflächen konnte ideal Abstand gehalten werden.
Der Ort mit den fünf Braunkohle-Großgeräten zog insbesondere viele Familien an. «Im Sommer hatten wir rund 9000 Tagesbesucher pro Monat und auf das Jahr 2020 gerechnet etwa 50 000 Tagesbesucher, im Vorjahr waren es 35 000 Tagesbesucher», sagte die Managerin. «Allerdings fehlen uns in diesem Jahr rund 100 000 Gäste aufgrund der ausgefallenen Großveranstaltung.»
Für Ferropolis sind die enormen Einbußen sehr schmerzlich. Scharf hofft, dass das Land etwa 300 000 Euro dazu gibt, um über den Winter zu kommen. «Im Sommer waren die Camping-Stellplätze fast ausgebucht und jetzt sind immer noch 20 bis 30 Plätze belegt», sagte Scharf. «Das bringt einen gewissen finanziellen Ausgleich, aber es sind zu wenig Einnahmen, um die laufenden Kosten zu decken.»