Die Zahl der Touristen in Sachsen ist in diesem Jahr leicht zurückgegangen. Nach einem erfolgreichen Jahr 2024 mit etwa 20 Millionen Übernachtungen werden bis zum Jahresende rund 19,3 Millionen erwartet, berichteten die «Sächsische Zeitung» und die «Leipziger Volkszeitung» mit Verweis auf den Landestourismusverband. Von Januar bis Oktober hätten die Hotels, Pensionen und Campingplätze in Sachsen knapp 6,7 Millionen Gäste und 16,7 Millionen Übernachtungen gezählt - zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Chemnitz und Region profitieren vom Titel Kulturhauptstadt Europas
Den Zahlen zufolge melden alle Reisegebiete weniger Urlauber - mit einer Ausnahme. Die Region Chemnitz/Zwickau besuchten in diesem Jahr bisher mehr als 493.000 Gäste. Sie buchten mehr als eine Million Übernachtungen, was einem Plus von elf Prozent entspricht. Demnach war der Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 für Chemnitz und die Region ein Gewinn. Die Veranstaltungen in diesem Jahr lockten insgesamt etwa zwei Millionen Menschen in die Region.
Kultur als Touristenmagnet
Klepsch bezeichnete das Projekt Kulturhauptstadt als absolutes Erfolgskapitel. «Hier sehen wir eindrucksvoll, wie die Kultur als kraftvoller Impulsgeber wirkt: Die gesamte Region inklusive des Erzgebirges profitiert enorm und verzeichnet teils zweistellige Zuwachsraten. Es zeigt sich, dass gezielte Investitionen in die Kultur die touristische Nachfrage nachhaltig stärken. Diesen Schwung nutzen wir, um die Attraktivität der Region dauerhaft zu festigen.»
In Dresden und Leipzig ging die Zahl der Touristen dagegen zurück, hieß es. In den ersten zehn Monaten zählte die Landeshauptstadt knapp 1,8 Millionen Besucher (-4,5 Prozent) und 3,7 Millionen Übernachtungen (-2,1 Prozent). Als ein Grund werden auch fehlende Großveranstaltungen in diesem Jahr angesehen. 2024 hatte Leipzig etwa von der Fußball-EM profitieren können, Dresden und das Umland vom Jubiläum des Malers Caspar David Friedrich und mehreren großen Konzerten.