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Mehr als 7000 Menschen demonstrieren für gerechte Bezahlung im öffentlichen Dienst

Hunderte angestellte Lehrerinnen und Lehrer sowie Hochschulbeschäftigte protestieren mit einem Warnstreik vor dem Bundesverwaltungsgericht. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Hunderte angestellte Lehrerinnen und Lehrer sowie Hochschulbeschäftigte protestieren mit einem Warnstreik vor dem Bundesverwaltungsgericht. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Mehr als 7000 Menschen haben sich nach Angaben der Gewerkschaft GEW an einer Demonstration von Lehrkräften und Hochschulbeschäftigten in Leipzig beteiligt. Sie reisten am Dienstag aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu der zentralen Protestversammlung an, wie die GEW mitteilte. Die Gewerkschaft hatte zu einem bundesweiten «Streiktag Bildung» aufgerufen. Damit will sie Druck auf die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder machen. Weitere Kundgebungen gab es in Berlin, Hamburg und Karlsruhe.

«Wir durchleben die größte Bildungskrise der Geschichte Deutschlands», erklärte GEW-Vorstandsmitglied Doreen Siebernik. Wenn die Arbeitgeber jetzt nicht wach würden und die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst fair bezahlten, dann werde sich der Fachkräftemangel weiter verschärfen.

Die Auswirkungen der Warnstreiks der Lehrerinnen und Lehrer waren an den Schulen unterschiedlich. Einige hatten die Eltern von vornherein gebeten, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu lassen und lediglich eine Notbetreuung angeboten. An anderen Schulen lief der Unterricht weitgehend planmäßig.

Die nächste Tarifverhandlungsrunde mit den Ländern ist ab dem 7. Dezember in Potsdam geplant. Die Gewerkschaften fordern unter anderem 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 500 Euro. Bundesweit wird um Gehaltserhöhungen für rund 2,5 Millionen Beschäftigte gerungen.

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