Von der Erhöhung des Mindestlohns haben in Sachsen zuletzt mehr Frauen als Männer profitiert. So verzeichneten 21 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse von Frauen einen Anstieg, bei denen von Männern waren es knapp 16 Prozent. Das teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit. Insgesamt habe sich demnach die Erhöhung bei rund 314.000 Jobs bemerkbar gemacht. Das seien etwa 18,3 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse gewesen. Das bedeute zudem, dass der Stundenlohn dieser Stellen zuvor rechnerisch unter zwölf Euro lag. Die Anhebung brachte den Betroffenen demnach 9,1 Prozent mehr Geld.
Im Oktober 2022 lag der mittlere Bruttostundenverdienst in Sachsen den Statistikern zufolge bei 16,85 Euro für mindestlohnberechtigte Beschäftigte. Bundesweit betrug dieser Wert 18,94 Euro pro Stunde.