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Arbeitgeber und DGB gegen Reduzierung tschechischer Pendler

Zwei Grenzschilder stehen an der Grenze zu der Tschechischen Republik. Foto: Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/dpa
Zwei Grenzschilder stehen an der Grenze zu der Tschechischen Republik. Foto: Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/dpa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und Sachsens Arbeitgeber lehnen eine Begrenzung tschechischer Berufspendler auf bestimmte Branchen ab. «Wir brauchen sie alle und unsere Mitarbeiter brauchen ihren Arbeitsplatz in Sachsen», erklärten DGB-Chef Markus Schlimbach und Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner am Montag in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Die «undifferenzierte Blockade der Politik» werde dem Land noch teuer zu stehen kommen, hieß es. «Die Beschäftigten aus den Nachbarländern werden nicht vergessen, wer dafür verantwortlich ist, dass sie nicht zur Arbeit durften und manche werden sich bestimmt umorientieren.»

«Alle Betriebe stehen im Wettbewerb. Alle Betriebe haben ein fundamentales Interesse daran, dass ihre Beschäftigten, ganz gleich, ob es deutsche, tschechische oder polnische sind, gesund bleiben», hieß es weiter. Der politische und der wirtschaftliche Schaden dürfe nicht noch größer werden.

Seit Sonntag gelten wegen hoher Corona-Infektionszahlen in Tschechien verschärfte Einreisekontrollen. Mit Blick auf Berufspendler ist die Einreise nur noch für Arbeitnehmer bestimmter Branchen erlaubt. Dazu zählen etwa Mitarbeiter in den Bereichen Gesundheitswesen und Pflege, Güterverkehr sowie in Bereichen der Landwirtschaft. Auch Pendler in sogenannten systemrelevanten Berufen sollen weiter Zugang zu ihrem Arbeitsplatz in Sachsen haben.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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