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Proteste im Dreiländereck gegen polnischen Braunkohletagebau

Proteste im Dreiländereck gegen polnischen Braunkohletagebau
Ein Kohlekraftwerk in Betrieb. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild
Von: DieSachsen.de

Hunderte Menschen aus Deutschland, Tschechien und Polen haben am Sonntag am Dreiländereck gegen den geplanten Ausbau des Braunkohletagebaus im polnischen Turów protestiert. Die Demonstranten fürchten, dass die Ausweitung des Tagebaus nahe der deutschen und tschechischen Grenze Trinkwasserreservoirs gefährden und zu erhöhter Lärm- und Feinstaubbelastung führen könne, wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK berichtete. Auf polnischer Seite gab es demnach eine Gegendemonstration mit ebenfalls mehreren Hundert Teilnehmern, die den Braunkohletagebau unterstützen.

Der polnische Energiekonzern PGE betont, dass der Tagebau Turów den Umweltstandards entspricht und Tausende Arbeitsplätze in der Region schafft. Zudem gebe es jenseits der Grenze in Tschechien und Deutschland größere Grubengelände, argumentiert PGE.

Dem Unternehmen wurde jüngst die Genehmigung für eine Fortsetzung seiner Aktivitäten bis 2026 gewährt. PGE würde die Laufzeit gerne bis 2044 verlängern, bis das gesamte Braunkohlevorkommen abgebaut ist. Gegner des Tagebaus wünschen sich indes eine Schließung binnen zehn Jahren. Polen produziert derzeit fast 80 Prozent seines Stroms aus Braun- und Steinkohle.

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