Ein Europapokalplatz als Trostpreis für den SC Magdeburg, «volle Power» für die Zukunftsplanungen des SC DHfK Leipzig. Die mitteldeutschen Handball-Bundesligisten haben mit dem vorzeitigen Ende der Saison zwar nicht alle ihren Willen bekommen, doch am Ende siegte angesichts der Coronavirus-Pandemie die Vernunft.
«Natürlich hätten wir die Saison gerne sportlich zu Ende geführt. Die aktuelle Situation lässt aber keine andere Entscheidung als den Abbruch zu», sagte SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt am Dienstag. Sein Leipziger Kollege Karsten Günther betonte: «Die Saison abbrechen zu müssen, ist ein schwerer sportlicher Einschnitt, den es so auch noch nie gegeben hat. Dennoch ist das in der aktuellen Situation die einzig vernünftige Entscheidung. Sie gibt uns die Möglichkeit, ab jetzt für die neue Saison zu planen.»
Am Dienstag hatte die große Mehrheit der 36 Vertreter der beiden Bundesligen für einen Abbruch gestimmt. Der THW Kiel wurde zum Meister erklärt, der SCM darf als Dritter hinter Flensburg an der neuen Euro League teilnehmen. Leipzig ist am Ende Achter. Da es keine Absteiger gibt und die Liga auf 20 Teams aufgestockt wird, haben die Clubs in der kommenden Saison zwei Heimspiele mehr.