Sachsens SPD-Chef Martin Dulig hat trotz schlechter Umfragewerte für seine Partei ein positives Fazit zum Wahlkampf gezogen. Die breite inhaltliche Diskussion über Probleme habe dem Land gut getan, sagte er am Freitag in Dresden. Zwei Tage vor der Landtagswahl hatten die Sozialdemokraten noch einmal zur Diskussion an den Küchentisch geladen. Beim Finale des Wahlkampfes wurde aber nicht nur der Küchentisch Duligs aufgeboten, mit dem er schon seit Jahren durchs Land tourt. Vielmehr bildeten Dutzende Tische zwei große Tafeln.
Dulig verwies darauf, dass die Personaldebatten in der Bundespartei im Wahlkampf nicht förderlich waren. «Wir haben schnell mitbekommen, dass wir eigene Antworten geben müssen, einen eigenständigen Wahlkampf führen und auf unsere Themen und Personen setzen müssen. Berlin hilft uns gerade gar nicht.» Der Wahlkampf habe deutlich gemacht, dass sich die politische Kultur verändert habe. Das mediale Interesse habe sich vor allem darauf fokussiert, wer in Sachsen stärkster wird - CDU oder AfD. Das habe den Wahlkampf beeinträchtigt.