Die tschechischen Mitarbeiter des Verbundes Gesundheitszentrum im Landkreis Görlitz haben am Montag trotz Grenzkontrollen ihre Arbeit ohne Probleme antreten können. «Unser Mitarbeiter haben einen Passierschein. Denn ohne die Sonderregelung für das medizinische Personal aus Tschechien wären unsere Krankenhäuser nicht mehr leistungsfähig», sagte Firmensprecherin Jana-Cordelia Petzold auf Anfrage. Von den 1500 Mitarbeitern kommen etwa 20 Prozent aus dem Ausland, davon der größte Teil aus dem Nachbarland Tschechien. Zum Verbund gehören unter anderem das Krankenhaus Weißwasser und das Klinikum Oberlausitzer Bergland.
Petzold zufolge nutzt das medizinische Personal seit Beginn der Corona-Pandemie den Nachweis einer systemrelevanten Tätigkeit zum Passieren der Grenze. Den Mitarbeitern würden kostenlose Schnelltests angeboten. Sollten sich Pendler aus Polen und Tschechien entscheiden, auf deutscher Seite Quartier zu beziehen, unterstütze der Verbund auch das. Ohnehin gibt Sachsen Pendlern einen Zuschuss von 40 Euro pro Übernachtung, wenn sie an ihrer Arbeitsstätte bleiben. Für Ehepartner und Kinder werden 20 Euro gezahlt.