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Sachsen rechnet mit Schweinepest-Ausbruch

03.12.2019 von

Foto: Ein Schild mit der Aufschrift «Afrikanische Schweinepest - Sperrbezirk-». Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Sachsens Landesregierung rechnet mit einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland. «Es ist nicht mehr die Frage, ob die Afrikanische Schweinepest kommt, sondern wir stellen uns die Frage, wann», sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) am Dienstag bei der Fortsetzung der viertägigen Notfallübung in Grimma. Nach Angaben aus Polen war ein infiziertes Schwein rund 40 Kilometer von der deutschen Grenze in der Nähe von Nowogrod Bobrzanski gefunden worden.

Sachsen probt seit Montag mit einer Großübung den Ernstfall. Nach der Aktivierung des Landestierseuchenbekämpfungszentrums und der Einrichtung eines Krisenstabes wurde am Dienstag im Thümmlitzwald (Landkreis Leipzig) das Auffinden, Bergen und Beseitigen toter Wildschweine trainiert. Sowohl mit Menschenketten als auch Hunden sowie mithilfe von Drohnen wurde nach den Tierkadavern gesucht. «Ich gehe davon aus, dass wir gut vorbereitet sind, wenn die Seuche ausbricht», sagte Ministerin Klepsch.

Nach Angaben von Sabine Christochowitz, Leiterin des Referats für Tierseuchenbekämpfung, ist die Einrichtung einer deutsch-polnischen Task Force geplant. Sie rechne damit, dass die Arbeitsgruppe noch vor Weihnachten zusammengestellt wird.

Die Übung wird am Mittwoch im Landkreis Bautzen mit dem Aufbau eines Elektro-Wildabwehrzauns fortgesetzt. Zum Abschluss am Donnerstag soll in Dresden die Tötung eines befallenen Hausschweinebestandes simuliert werden. «So realitätsnah wie hier - das ist erstmalig in Deutschland», sagte Regina Kraushaar, Leiterin des Krisenstabes.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Ein Schild mit der Aufschrift «Afrikanische Schweinepest - Sperrbezirk-». Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

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