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GDL-Streik: Erhebliche Einschränkungen erwartet

Fahrgäste sind am Berliner Hauptbahnhof vor dem DB-Logo zu sehen. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild
Fahrgäste sind am Berliner Hauptbahnhof vor dem DB-Logo zu sehen. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Reisende der Deutschen Bahn müssen sich von Montag bis Mittwoch besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihre Mitglieder zum zweiten Mal in der laufenden Tarifrunde aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Bahn für die drei Bundesländer ist die Streikbereitschaft in der Region sehr groß. Daher dürften die hier Auswirkung besonders zu spüren sein.

Am Freitag kündigte die Deutsche Bahn an, bundesweit rund ein Viertel des normalen Fahrplans im Fernverkehr anbieten zu wollen. Im Regional- und S-Bahnverkehr peile das Unternehmen erneut etwa 40 Prozent des Zugverkehrs an. Bereits ab diesem Samstag hat die Gewerkschaft auch zum Streik im Güterverkehr aufgerufen.

Die Bahn will für die Fahrgäste eine kostenlose Streik-Rufnummer einrichten und hat mehrere Kulanzregelungen angekündigt: So sollen vor allem gebuchte Tickets, die vom 23. bis einschließlich 24. August vom Streik betroffen sind, bereits ab diesem Samstag bis einschließlich 4. September flexibel genutzt werden können. Auch bei Spar- und Supersparpreisen werde die Zugbindung entsprechend aufgehoben. Der Konzern rechnet ab Mittwoch, 25. August, wieder mit einem weitgehend normalen Ablauf im Bahnverkehr.

Die Länderbahn kündigte für Montag in Ostsachsen ein leicht reduziertes Angebot an. Der Ersatzfahrplan sehe vor auf wenige Verbindungen ganz zu verzichten, dafür werde die Kapazität der weiterhin verkehrenden Züge erhöht. Auf größere Einschränkungen müssen sich die Reisenden noch am kommenden Samstag einstellen. An diesem Tag entfallen alle Express-Verbindungen (RE 1) zwischen Dresden und Görlitz. Geplant ist, diese durch Busse im Schienenersatzverkehr zu ersetzen.

In der vergangenen Woche hatte die GDL den Fern-, und Nahverkehr bei der Deutschen Bahn über zwei Tage bestreikt. Die Deutsche Bahn richtete einen Notfahrplan ein, musste den größten Teil der Fahrten aber streichen.

Die GDL fordert Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro im laufenden Jahr. Die Deutsche Bahn hatte der GDL zwar 3,2 Prozent angeboten, die Erhöhung soll demnach jedoch später greifen als von der Gewerkschaft gefordert. Auch bei der Laufzeit des Tarifvertrags liegen die Vorstellungen beider Seiten noch deutlich auseinander.

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Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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