Reisende der Deutschen Bahn müssen sich von Montag bis Mittwoch besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihre Mitglieder zum zweiten Mal in der laufenden Tarifrunde aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Bahn für die drei Bundesländer ist die Streikbereitschaft in der Region sehr groß. Daher dürften die hier Auswirkung besonders zu spüren sein.
Am Freitag kündigte die Deutsche Bahn an, bundesweit rund ein Viertel des normalen Fahrplans im Fernverkehr anbieten zu wollen. Im Regional- und S-Bahnverkehr peile das Unternehmen erneut etwa 40 Prozent des Zugverkehrs an. Bereits ab diesem Samstag hat die Gewerkschaft auch zum Streik im Güterverkehr aufgerufen.
Die Bahn will für die Fahrgäste eine kostenlose Streik-Rufnummer einrichten und hat mehrere Kulanzregelungen angekündigt: So sollen vor allem gebuchte Tickets, die vom 23. bis einschließlich 24. August vom Streik betroffen sind, bereits ab diesem Samstag bis einschließlich 4. September flexibel genutzt werden können. Auch bei Spar- und Supersparpreisen werde die Zugbindung entsprechend aufgehoben. Der Konzern rechnet ab Mittwoch, 25. August, wieder mit einem weitgehend normalen Ablauf im Bahnverkehr.