Vor dem «Chemiegipfel Ostdeutschland» in Böhlen bei Leipzig haben die Grünen in Sachsen und Sachsen-Anhalt sowohl die Unternehmen als auch die Regierungen in die Pflicht genommen. Die ostdeutsche Chemiebranche steht seit längerem unter Druck. Laut Gewerkschaft IG BCE arbeiten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Ostdeutschland rund 63.000 Menschen. Die Kapazitäten seien aber nur zu 70 Prozent ausgelastet.
Grüne: Unternehmen müssen ihrer Verantwortung gerecht werden
Unter anderem hatte der US-Konzern Dow Chemical vor einigen Monaten bekanntgegeben, dass ein Teil seiner Anlagen in Schkopau (Sachsen-Anhalt) und Böhlen (Sachsen) Ende 2027 geschlossen werden soll. Die Grünen-Fraktionen in den Landtagen von Sachsen und Sachsen-Anhalt fordern im Vorfeld des Gipfels Dow auf, seiner Verantwortung für den Standort gerecht zu werden und eine Übergangslösung zu ermöglichen. Zudem sollen Landes- und Bundesregierung den Druck auf das Unternehmen erhöhen sowie Standort- und Investitionspflichten einführen.