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Wolf hofft auf Saison-Fortsetzung: «Sportlich aufsteigen»

06.04.2020 von

Foto: Wolfgang Wolf sitzt auf der historischen Tribüne im Bruno-Plache-Stadion. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild

Trainer Wolfgang Wolf vom 1. FC Lok Leipzig hat sich dafür ausgesprochen, die wegen der Coronavirus-Krise unterbrochene Saison der Fußball-Regionalliga Nordost zu Ende zu spielen. «Ich verstehe nicht, wo das Problem ist. Wir können im Juli, August und September spielen. Wir haben keinen Druck, keine Europameisterschaft, wir können warten», sagte Wolf am Montag bei «Sport im Osten». «Wir brauchen auch keine Winterpause. Da muss man flexibel sein, etwa Spielerverträge für drei Monate verlängern.»

Der 62-Jährige rangiert mit seiner Mannschaft derzeit hinter Spitzenreiter VSG Altglienicke auf dem zweiten Tabellenplatz. Lok hat allerdings ein Spiel weniger absolviert. Der Nordostdeutsche Fußball-Verband hat den Spielbetrieb in seinen Ligen aufgrund der Coronavirus-Pandemie «bis auf Weiteres» ausgesetzt.

«Ich möchte sportlich aufsteigen. Ich hoffe, dass es weitergeht. Es wäre sehr traurig, diese hart erarbeitete Chance nicht zu bekommen», äußerte Wolf. Geisterspiele sind für den Lok-Trainer allerdings keine Option: «Wir leben von den Zuschauereinnahmen, haben keinen großen Topf an Fernsehgeldern. Wir brauchen Hilfe, auch von der Politik.»

Wolf regte an, dass Proficlubs einen Teil ihrer Fernsehgelder in einen Fonds einzahlen. Die Einnahmen sollen an die Vereine ausgeschüttet werden, die ohne TV-Gelder auskommen müssen. Kritisch sieht Wolf die Beschlüsse des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), wonach Vereine, die Insolvenz anmelden, nicht mit Punktabzug bestraft werden. «Es sind Vereine dabei, die über Jahrzehnte Misswirtschaft betrieben haben, die wollen jetzt in die Planinsolvenz und der DFB unterstützt dabei. Das verstehe ich nicht. Dann müssten den Vereinen auch die neun Punkte abgezogen wird. Da hilft man an einer Stelle, wo man nicht helfen darf», betonte Wolf.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Wolfgang Wolf sitzt auf der historischen Tribüne im Bruno-Plache-Stadion. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild

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