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Stimmung in Ost-Wirtschaft im September dramatisch abgekühlt

Kräne stehen auf einer Baustelle. / Foto: Roberto Pfeil/dpa/Symbolbild
Kräne stehen auf einer Baustelle. / Foto: Roberto Pfeil/dpa/Symbolbild

Das Geschäftsklima in der ostdeutschen Wirtschaft hat sich im September drastisch verschlechtert. Der regelmäßig erhobene Ifo-Geschäftsklimaindex für die regionale Wirtschaft fiel auf 85,2 Punkte, nach 90,9 Punkten im August, wie die Dresdner Niederlassung des Münchner Ifo-Instituts am Donnerstag mitteilte. Das sei der niedrigste Wert seit Mai 2020. Im Juli lag der Wert bei 92,1, im Juni bei 94,1 Punkten. Sowohl Lageeinschätzung als auch Ausblick waren den Angaben nach steil abwärtsgerichtet.

Überaus deutlich dabei fiel der Geschäftsklimaindex im Verarbeitenden Gewerbe, vor allem wegen stark eingetrübter Erwartungen, die auf den tiefsten Stand seit Beginn der Umfragen fielen. Auch die aktuelle Geschäftslage wurde von den Industrieunternehmen spürbar weniger gut als noch im Vormonat bewertet. Deutlich abgekühlt ist die Stimmung ebenso im Bauhauptgewerbe, die Lageeinschätzungen der Unternehmen gingen leicht zurück, die Geschäftserwartungen dagegen merklich.

Auch im Dienstleistungssektor stürzten Lageeinschätzung und Geschäftserwartungen im Vergleich zum August ab, und im Handel erreichte der Ausblick «einen neuen Negativrekord». Auch die laufenden Geschäfte wurden deutlich schlechter gegenüber August bewertet. Dabei ist die Stimmung der Einzelhändler stark getrübt, bei Großhändlern ging sie nur leicht zurück.

Das Ifo-Geschäftsklima Ostdeutschland basiert auf etwa 1700 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes.

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