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Unruhe bei den Linken nach Debakel bei Landtagswahl

Linke-Politiker Sören Pellmann. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild
Linke-Politiker Sören Pellmann. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild

Das schlechte Abschneiden der Linken bei der Landtagswahl in Sachsen sorgt für Unruhe in den eigenen Reihen. Bundestagsabgeordneter Sören Pellmann und der Leipziger Linke Adam Bednarsky sehen nach dem Absturz von 18,9 auf nun 10,4 Prozent Handlungsbedarf auf Landesebene. «Es muss alles auf den Prüfstand», sagte Bednarsky am Mittwoch auf Anfrage. Pellmann erklärte, es müssten nach einer Analyse auch inhaltliche und personelle Neuentscheidungen getroffen werden.

Zuvor hatten «Leipziger Volkszeitung» und «Sächsiche Zeitung» berichtet - unter anderem von Rücktrittsforderungen in einem Schreiben des linken Parteiflügels unter dem Motto «Die Erneuerung der Partei ist unumgänglich - Zeit zum Handeln». Mehr als ein Dutzend Unterzeichner werfen dem Spitzenpersonal «gravierende Fehler» im Wahlkampf vor und fordern Konsequenzen.

Linke-Politikerin Juliane Nagel, die erneut das Direktmandat in ihrem Leipziger Wahlkreis holte, rief über Twitter gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Franz Sodann und Marco Böhme zu «Fortschritt und Zusammenhalt statt Rücktritt und Spaltung» auf.

Die Linke will am 12. und 13. September zu einer Klausur zusammenkommen. Nach dpa-Informationen will Fraktionsvorsitzender und Landtags-Spitzenkandidat Rico Gebhardt danach seine Entscheidung über eine Kandidatur treffen. Am 17. September soll ein neuer Fraktionsvorstand gewählt werden. Landesvorsitzende Antje Feiks sagte der dpa: «Als Faustregeln sollten gelten: Erst die Analyse, dann die Entscheidung. Erst der Inhalt, dann Personalfragen.»

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Linke-Politiker Sören Pellmann. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild