Das schlechte Abschneiden der Linken bei der Landtagswahl in Sachsen sorgt für Unruhe in den eigenen Reihen. Bundestagsabgeordneter Sören Pellmann und der Leipziger Linke Adam Bednarsky sehen nach dem Absturz von 18,9 auf nun 10,4 Prozent Handlungsbedarf auf Landesebene. «Es muss alles auf den Prüfstand», sagte Bednarsky am Mittwoch auf Anfrage. Pellmann erklärte, es müssten nach einer Analyse auch inhaltliche und personelle Neuentscheidungen getroffen werden.
Zuvor hatten «Leipziger Volkszeitung» und «Sächsiche Zeitung» berichtet - unter anderem von Rücktrittsforderungen in einem Schreiben des linken Parteiflügels unter dem Motto «Die Erneuerung der Partei ist unumgänglich - Zeit zum Handeln». Mehr als ein Dutzend Unterzeichner werfen dem Spitzenpersonal «gravierende Fehler» im Wahlkampf vor und fordern Konsequenzen.
Linke-Politikerin Juliane Nagel, die erneut das Direktmandat in ihrem Leipziger Wahlkreis holte, rief über Twitter gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Franz Sodann und Marco Böhme zu «Fortschritt und Zusammenhalt statt Rücktritt und Spaltung» auf.