Tanz, große Festgesellschaften - in Zeiten von Corona unvorstellbar. Auch im Wonnemonat Mai, in dem üblicherweise viele Hochzeiten stattfinden. Eheschließungen sind nur im kleinsten Rahmen erlaubt. Dennoch wird in den Standesämtern in Sachsen geheiratet. Viele Paare halten an den Ursprungsterminen fest, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.
«Alle Termine sind nach wie vor sehr gut nachgefragt», hieß es aus dem Standesamt in Leipzig. Sagt ein Paar ab, werde der Termin innerhalb kurzer Zeit neu vergeben. Die Standesbeamten beobachten, dass Brautpaare, die eigentlich in einer anderen Stadt heiraten wollten, dort abgewiesen werden und sich dann doch für eine Trauung in Leipzig entscheiden. Wegen Corona müssen die zehn Personen, die für den großen Trausaal zugelassen sind, jedoch Mund-Nase-Masken tragen. «Das Brautpaar kann die Bedeckung während des Ja-Worts abnehmen», heißt es auf der Internetseite der Stadt.
Absagen oder Verlegungen von Trauungen kamen dem Standesamt in Chemnitz nach eigenen Angaben nicht unter. Allerdings dürfen derzeit nur 15 Menschen während des Ja-Worts mit im Raum sein - inklusive Brautpaar.