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Erstes sächsisches Unternehmen produziert OP-Masken

20.05.2020 von

Foto: Symbolbild Coronavirus . pixabay / TheDigitalArtist

Im Vogtland hat das erste sächsische Unternehmen mit der Produktion von zertifizierten OP-Mundschutzmasken begonnen. Die Firma Textile Expert Germany (TEG) in Heinsdorfergrund hat die Herstellung der Medizinprodukte Mitte Mai aufgenommen. Dafür habe man bislang eine halbe Million Euro investiert, sagte Geschäftsführer Timo Fischer am Mittwoch im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Die Kapazität liege bei mehreren 100 000 OP-Schutzmasken pro Woche. Mittelfristig wolle man mehrere Millionen Stück pro Woche herstellen. Im Sommer soll zudem die Produktion von FFP2-Masken anlaufen. Man plane mit einer Kapazität von 200 000 Stück pro Woche.

Das Bundesgesundheitsministerium geht kurzfristig von einem großen Bedarf aus. Man rechne damit, dass das deutsche Gesundheitswesen während der Corona-Pandemie im Jahr mindestens 400 Millionen FFP2- und rund 800 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken benötige, teilte das Ministerium auf dpa-Anfrage mit.

Das Bundeswirtschaftsministerium will durch Förderprogramme für die Textilindustrie und den Maschinenbau Anreize für die Maskenproduktion schaffen. So sollen Vliesstoffe für bis zu fünf Milliarden Schutzmasken pro Jahr hergestellt werden. Zwei Programme sollen den Bau von Maschinen zur Produktion von Masken unterstützen.

Der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (vti) verwies darauf, dass die Investitionen der Unternehmen nachhaltig sein müssen. Produzenten, die in spezielle Technologien sowie in kostspielige Tests und medizinische Zertifizierungen investieren, benötigen langfristig zuverlässige Abnehmer, sagte Hauptgeschäftsführer Jenz Otto der dpa.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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