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Corona-Inzidenz in Sachsen leicht gesunken: Noch über 1000

Eine Krankenschwester steckt ein Abstrichstäbchen in die Flüssigkeit eines Corona-Schnelltests. / Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Eine Krankenschwester steckt ein Abstrichstäbchen in die Flüssigkeit eines Corona-Schnelltests. / Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Der Freistaat Sachsen bleibt der deutschlandweite Corona-Hotspot. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 1081,9 (Donnerstag: 1104,5). Der Wert gibt die Zahl von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche an. Zuletzt waren wiederholt Zweifel an den Angaben aus Sachsen aufgetaucht, weil Behörden aufgrund der hohen Fallzahlen nicht immer pünktlich Meldung erstatten konnten. Bundesweit betrug die Wocheninzidenz am Freitag 413,7 (Donnerstag 422,3).

Innerhalb des Freistaates ist das Infektionsgeschehen aber sehr unterschiedlich. Das RKI wies für den Landkreis Meißen am Freitag mit 2517,4 den höchsten Wert aus, fünf weitere Landkreise liegen über der Marke von 1000: Mittelsachsen (1482,7), Vogtland (1378,3), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1341,5), Erzgebirge (1197,0) und Bautzen (1139,6). Den geringsten Wert hat Leipzig mit 623,1. In Dresden betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag 898,7, in Chemnitz 916,9.

Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministeriums kamen innerhalb eines Tages 7272 nachgewiesene Neuinfektionen und 113 Todesfälle hinzu. Am Freitag waren 589 Betten auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt. Das entspricht einer Auslastung von 93 Prozent der für diese Erkrankten vorgesehenen Intensivbetten. Auf Normalstationen lagen 2011 Corona-Patienten (84,2 Prozent Auslastung).

«Auffällig ist die hohe Zahl Ungeimpfter unter den hospitalisierten Covid-19-Patienten: Mit fast 90 Prozent überwiegt diese Gruppe unter den Patienten auf den Intensivstationen, bei etwa 80 Prozent liegt der Anteil unter den Normalstationspatienten», teilte das Klinikum Chemnitz mit. «Ein substanzieller Anteil dieser schweren Verläufe und auch der Todesfälle hätte sich mit einer vorangegangenen Impfung vermeiden lassen», erklärte Thomas Grünewald, Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin und Chef der Sächsischen Impfkommission.

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