loading

Dein Sachsen lädt...

Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Ansturm auf Krankenkassen-Telefone wegen FFP2-Masken

Eine FFP2-Maske hängt vor der aufgehenden Sonne in einem Auto. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Eine FFP2-Maske hängt vor der aufgehenden Sonne in einem Auto. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Wegen der zugesagten Versorgung von älteren und vorerkrankten Menschen mit FFP2-Masken laufen bei den Krankenkassen in Thüringen und Sachsen derzeit die Telefone heiß. Es gebe eine sehr große Nachfrage von Versicherten, teilten die AOKplus und die IKK classic am Donnerstag auf Anfrage mit.

Allein bei der AOKplus haben nach eigener Darstellung 1,3 Millionen Menschen in beiden Bundesländern Anspruch auf eine Versorgung mit den - bis auf eine Eigenbeteiligung der Versicherten - vom Bund finanzierten FFP2-Masken. In Thüringen sind es rund 404 000 Versicherte. Bislang seien 500 000 Berechtigungsscheine in beiden Ländern verschickt worden, sagte eine AOK-Sprecherin.

Wann die restlichen Coupons folgen, sei derzeit unklar, hieß es. Es gebe bislang keine Informationen der Bundesdruckerei, wann diese die ausstehenden Berechtigungsscheine liefern kann. Die Bundesdruckerei stellt die fälschungssicheren Dokumente her - laut Bundesgesundheitsministerium für rund 34 Millionen gesetzlich Krankenversicherte bundesweit. Die AOK hat in Thüringen und Sachsen insgesamt rund 3,4 Millionen Versicherte. Auch bei der IKK classic haben die ersten Versicherten in beiden Ländern ihre Berechtigungsscheine erhalten.

Diese sind für Menschen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe bei Covid-19 bestimmt. Dazu zählen Über-60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Die Kassen ermitteln den Kreis der Berechtigten aus ihren Versichertendaten. Vorgesehen ist ein Eigenanteil von zwei Euro für je sechs Masken. FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten aber auch keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Corona-Infektion.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH