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Medienpreis für russischen Investigativ-Journalisten Badanin

Der russische Investigativ-Journalist Roman Badanin ist mit dem Leipziger Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien ausgezeichnet worden. Dieser wird von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Der 1970 geborene Badanin hatte 2018 in Russland das unabhängige Nachrichtenportal «Proekt» gegründet, das 2021 in die Liste unerwünschter Organisationen aufgenommen wurde. Der Journalist wurde laut Medienstiftung zu einem «ausländischen Agenten» erklärt. Aktuell arbeite er an der US-Universität Stanford.

Badanin sei ein Leuchtturm des unabhängigen Journalismus in und für Russland, erklärte der Stiftungsratsvorsitzende, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), am Freitag. «Medienschaffende wie er haben uns frühzeitig gewarnt, welch Geistes Kind der russische Präsident Putin ist - und viele haben teuer dafür bezahlt. Wir müssen in der Zukunft noch viel früher und genauer hinhören, wenn solche Stimmen ertönen.»

Der Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien wird seit 2001 an Journalisten, Verleger oder Institutionen vergeben. Zu den früheren Preisträgern zählen unter anderem Deniz Yücel, Anna Politkowskaja oder Seymour Hersh.

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