In Sachsen sind bisher 599 aus der Ukraine vertriebene oder geflüchtete Kinder und Jugendliche Schulen zugewiesen sowie 1623 auf dem kürzlich freigeschalteten Online-Portal angemeldet worden. Die Situation sei momentan zu bewältigen, sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Donnerstag in Dresden. «Aber wenn die Zahlen weiter steigen, werden wir an den Punkt kommen, wo wir Dinge umstellen und ein Stück weit mehr improvisieren müssen.»
Die meisten Schüler gehen laut Piwarz in die bestehenden Vorbereitungsklassen an Grund- und Oberschulen, wo sie Deutsch als Zweitsprache lernen und dazu so viel wie möglich herkunftssprachlichen Unterricht erhalten sollen - durch extra eingestellte Lehrer oder Online-Angebote, auch aus der Ukraine direkt. Bisher 45 Schüler werden einzeln an Gymnasien integriert, wo die Sprachbarrieren den Angaben zufolge geringer sind.
Laut Piwarz wurden bereits 49 Arbeitsverträge mit Lehrern aus der Ukraine abgeschlossen, die überwiegend schon länger in Deutschland leben. «Wir haben eine relativ gute Bewerberlage.» Derzeit würden mehr als 200 Anfragen geprüft. Das Kontingent für zunächst bis Schuljahresende befristete Einstellungen dafür sei auf landesweit 400 Stellen verdoppelt worden.