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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Metall-Tarifeinigung auch in Sachsen

Die rund 180 000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen bekommen mehr Geld, müssen dafür vorerst aber weiter mehr arbeiten als ihre Kollegen im Westen. Sie erhalten eine Corona-Prämie von 500 Euro in diesem Jahr sowie dauerhafte Sonderzahlungen vom kommenden Jahr an. Die Gewerkschaft IG Metall und der Arbeitgeberverband Sachsenmetall wollen den entsprechenden Pilotabschluss aus Nordrhein-Westfalen übernehmen, wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten. Zudem wolle man bis Ende Juni einen tariflichen Rahmen dafür schaffen, die Arbeitsbedingungen im Osten an das Westniveau anzugleichen.

Darauf verständigten sich beide Seiten am Dienstagabend in Chemnitz. In der Tarifrunde steht damit nur noch eine Einigung der Gewerkschaft mit dem Arbeitgeberverband Berlin-Brandenburg aus.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten kämpft die IG Metall für die 35-Stunden-Woche im Osten, denn so lange schon gibt es sie in den westdeutschen Bundesländern. Laut Gewerkschaft arbeiten die Beschäftigten in den Ost-Bundesländern für das gleiche Gehalt drei Stunden mehr. Parallel zu einer Regelung im gesamten Tarifgebiet plant die IG Metall, in einzelnen Betrieben Haustarife abzuschließen, um die Angleichung der Arbeitszeit voranzubringen. Weit gediehen sind dabei die Gespräche für die ostdeutschen Werke des VW-Konzerns.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH