Dem Aufruf zu einem Warnstreik beim Tüv Nord sind am Mittwoch nach Verdi-Angaben mehrere hundert Beschäftigte gefolgt. Rund 900 Mitglieder der Belegschaft hätten an einer «Online-Streikversammlung» teilgenommen, hieß es gegen Mittag zum Zwischenstand der Aktion aus der Gewerkschaft. Auch Kollegen vom Tüv Hessen seien dabei gewesen. In Norddeutschland seien einige kleinere Prüfstellen geschlossen, manche per Notdienst weiterbetrieben worden. «Auch bei Führerscheinprüfungen und Angeboten aus der Weiterbildung hat es nach unserer Beobachtung Einschränkungen gegeben.»
Der Tüv Nord nannte zunächst keine Details zu den Auswirkungen des Warnstreiks. «Wir haben ein Angebot vorgelegt, das die guten Leistungen unserer Kolleginnen und Kolleginnen würdigt», bekräftigte der Prüfkonzern aus Hannover. «Der Erhalt aller Arbeitsplätze steht für uns im Vordergrund. In diesem Sinne setzen wir auf die nächsten Gesprächsrunden.» Ähnlich hatte sich am Dienstag Personalvorständin Astrid Petersen geäußert - man sei weiter «intensiv im Austausch».