Die Zuckerrübenernte fällt in diesem Jahr schwach aus. Die Bilanz der jetzt im Januar zu Ende gehenden Saison 2020/21 dürfte in Deutschland bei rund 4,1 Millionen Tonnen Zucker liegen, schätzt Fred Zeller, Geschäftsführer des Verbandes Süddeutscher Zuckerrübenanbauer im unterfränkischen Ochsenfurt. In der Vorsaison waren es demnach rund 4,2 Millionen Tonnen Zucker. Gründe für die schlechtere Ernte seien Trockenheit und Virenbefall.
In Norddeutschland ist das Ernteergebnis tendenziell besser als im Süden der Republik. Heinrich Helmke vom Dachverband der Norddeutschen Zuckerrübenanbauer in Hannover zufolge gibt es regional aber große Unterschiede. Während im Fünf-Jahres-Vergleich die Resultate etwa durchschnittlich ausfielen, gebe es mancherorts Landwirte mit drastischen Einbrüchen.
«In der EU rechnen wir mit einer Zuckererzeugung von 14,7 Millionen Tonnen. Im Spitzenjahr 2017 waren es deutlich über 20 Millionen Tonnen Zucker», sagt Zeller. Für Deutschland bedeute das, dass mehr Zucker aus Drittländern importiert werden müsse.