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Warnstreik legt Nahverkehr in vier sächsischen Städten lahm

Fahrgäste müssen sich in mehreren sächsischen Städten am Montag auf massive Einschränkungen im Nahverkehr einstellen (Archivbild)  / Foto: Robert Michael/dpa
Fahrgäste müssen sich in mehreren sächsischen Städten am Montag auf massive Einschränkungen im Nahverkehr einstellen (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa

In Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau wird am Montag ein Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr stattfinden. Verdi möchte mit dem Ausstand die Verhandlungen mit den Arbeitgebern beeinflussen und Verbesserungen für die Beschäftigten erreichen.

In mehreren sächsischen Städten müssen Fahrgäste am Montag (2. Februar) mit einem weitgehenden Stillstand im öffentlichen Nahverkehr rechnen. Die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsunternehmen in Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau wurden von der Gewerkschaft Verdi zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Dieser Ausstand ist Teil bundesweiter Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr.

Mit den Arbeitsniederlegungen beabsichtigt Verdi, den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber in den parallel laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen. Laut Angaben der Gewerkschaft ist damit zu rechnen, dass der Verkehr in den betroffenen Unternehmen nahezu komplett zum Erliegen kommt. Auch in vielen anderen deutschen Städten sind für diesen Tag Warnstreiks angekündigt.

Verdi: «Frontalangriff auf die eigenen Beschäftigten»

Hintergrund ist die ergebnislos gebliebene erste Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag Nahverkehr Sachsen. Verdi wirft den Arbeitgebern vor, dass sie Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen verlangen, darunter die Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich sowie Kürzungen bei Urlaub, Zuschlägen, Krankengeldzuschuss und Leistungsentgelt.

«Dieses Verhalten der Arbeitgeber ist mehr als eine Provokation: Es ist ein Frontalangriff auf die eigenen Beschäftigten», sagte Verdi-Verhandlungsführer Paul Schmidt. Die vorliegenden Forderungen bedeuteten «nicht nur eine deutliche Mehrbelastung, sondern faktisch auch eine Lohnkürzung».

Was Verdi fordert

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, höhere Zuschläge - insbesondere für Nachtarbeit -, eine Erhöhung der Jahressonderzahlung sowie längere und verlässlichere Ruhezeiten zwischen den Schichten. Außerdem verlangt Verdi Maßnahmen zur Entlastung der Beschäftigten und die Sicherung der Arbeitsplätze.

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