Der Anteil der Wohnungseigentümer ist in Berlin und Brandenburg einer neuen Studie zufolge entgegen des bundesweiten Trends deutlich angestiegen - bleibt in der Hauptstadt aber weiter auf niedrigem Niveau. Dort nahm die Zahl der Eigentümer zwischen 2010 und 2017 um rund ein Viertel zu. Ihr Anteil an allen Haushalten stieg um vier Prozentpunkte auf 18 Prozent. Das geht aus einer Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor, die diese im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall durchgeführt hatte und am Freitag vorstellte.
Grund seien in Berlin die steigenden Mieten: «Wohneigentum bietet immer auch einen Schutz vor Mietpreissteigerungen», schreiben die Autoren. In Brandenburg wiederum lag der Anteil des Wohneigentums im Jahr 2017 bei 45 Prozent und damit um 7 Punkte höher als noch im Jahr 2010. Das erklären die Autoren damit, dass «zunehmend Haushalte Berlin verlassen, um im Speckgürtel der Hauptstadt Einfamilienhäuser zu bauen oder zu kaufen».
In weiteren ostdeutschen Bundesländern sah es anders aus: In Sachsen-Anhalt und in Sachsen stagnierte die Eigentumsquote bei 39 Prozent beziehungsweise bei 33 Prozent. In Thüringen ging sie um drei Prozentpunkte zurück auf 42 Prozent.