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Stimmung bei Lausitzer Firmen wieder besser

Blick auf das Logo der Logo der Industrie und Handelskammer (IHK). Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv
Blick auf das Logo der Logo der Industrie und Handelskammer (IHK). Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

Die Corona-Pandemie hat Spuren in der sächsisch-brandenburgischen Wirtschaftsregion hinterlassen. Die größte Herausforderung liegt aber noch vor den Unternehmen in dem Braunkohlerevier.

Zurückhaltender Optimismus im Corona-Jahr: Die Mehrheit der Unternehmen im Wirtschaftsraum Lausitz sieht die aktuelle Lage laut aktueller Konjunkturumfrage der IHK Cottbus und der IHK Dresden mit mehr Zuversicht. «Die Stimmung wie die wirtschaftliche Lage hat sich verbessert. Aber: Die Wirtschaft wächst langsamer. Viele Unternehmen fahren auf Sicht und warten die Veränderungen ab», sagte Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, in Großräschen. Gute Stimmung herrsche vor allem in den Bereichen Bauwesen, Handel, Dienstleistungen und Tourismus.

Gedämpft werde der Aufwärtstrend von Unsicherheit. «Material- und Lieferengpässe, steigende Energie- und Kraftstoffpreise sowie an vielen Stellen fehlende Arbeitskräfte behindert in fast allen Branchen ein schnelleres Anknüpfen an das Vorkrisenniveau», sagte Hamann. Er forderte Wachstumsbremsen wie komplexe Regulierungen, langwierige Genehmigungsverfahren und praxisferne Vorgaben schneller abzubauen.

Eine der größten Herausforderungen im Lausitzer Revier sehen die Unternehmen im Strukturwandel. «Wir haben eine Gesamtaufgabe über Landesgrenzen hinweg. Mit den Koalitionsverhandlungen um einen vorfristigen Kohleausstieg drohen Vertrauensverlust und weitreichende Konsequenzen für die Lausitz», sagte der Cottbuser IHK-Präsident Jens Warnken. Die Voraussetzung für einen gelingenden Strukturwandel sehen zwei Drittel der Lausitzer Unternehmer in einer besseren Infrastruktur wie Breitbandausbau. «Derzeit dauern Straßenbaumaßnahmen nicht unter acht Jahren, der Bau der Schienen-Infrastruktur braucht noch länger. Das muss angegangen werden».

Zudem müssten für Unternehmen Förderbedingungen und Informationen zu Förderungen verbessert werden. Eine Chance sieht der Brandenburger IHK-Vertreter im Just Transition Fund. Mit dem JTF will die Europäische Union jenen Regionen, die vom Übergang zur Klimaneutralität am stärksten betroffen sind, individuelle Hilfe bieten. Deutschland erhält 2,3 Milliarden Euro dieser EU-Mittel. Bei anderen Strukturwandel-Fördertopfen gehen Unternehmen bislang leer aus. In der sächsisch-brandenburgischen Lausitz befragen IHK Cottbus und IHK Dresden seit zehn Jahren Unternehmen bundeslandübergreifend. An der diesjährigen Herbst-Umfrage beteiligten sich 526 Unternehmen aus Industrie, Bau, Handel, Dienstleistungen und Verkehr.

IHK Cottbus

IHK Dresden

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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