Der sächsische Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Zum Jahresende stieg die Arbeitslosigkeit im Freistaat erneut und rückte an die Marke von 7 Prozent. Im Dezember waren fast 148.300 Männer und Frauen ohne Job, 1,7 Prozent mehr als im November und 5,6 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,9 Prozent.
«Kein gutes Jahr, aber stabiles Jahr»
«Das Jahr 2025 war kein gutes, aber ein stabiles Jahr», resümierte der Chef der Regionaldirektion, Klaus-Peter Hansen. Es habe aber auch gezeigt, wie robust sich die Arbeitsmarktlage in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt habe. Betroffene würden ihre Lage nicht tatenlos hinnehmen, sondern sich dagegen stemmen. «Wir erleben es sehr oft, dass Menschen mit unserer Hilfe und zumindest mit uns gemeinsam aus dieser Existenzbedrohungslage so schnell wie möglich wieder herauskommen wollen.»
Hansen zufolge haben sich auch globale Unsicherheiten auf den hiesigen Arbeitsmarkt ausgewirkt. «Dass es nicht mehr arbeitslose Menschen gibt, liegt an den Betrieben, die mit aller Kraft, viel Geld und Mut ihr Fachpersonal halten.» Zudem hätten die Arbeitsagenturen und Jobcentern wieder verstärkt in die Qualifizierung der Menschen investiert. Andernfalls wäre die Arbeitslosigkeit noch weitaus höher.