Die Mehrheit der Ostdeutschen ist bereit, für Klimaneutralität das Verhalten zu ändern - mehr bezahlen wollen die meisten für Klimaschutz aber nicht. 61 Prozent der Befragten lehnten in einer Erhebung des Erfurter Instituts IMK höhere Steuern oder Abgaben ab. Nur rund 20 Prozent konnten sich vorstellen, bis zu 50 Euro im Monat mehr zu zahlen, 5 Prozent bis zu 100 Euro. Die Ablehnung von höheren Ausgaben für Klimaschutz sei bei den über 65-Jährigen am stärksten, teilte der Energieversorger EnviaM am Montag in Chemnitz mit. Er hatte die Befragung von 1000 Menschen in Ostdeutschland in Auftrag gegeben.
Dass bis 2045 Klimaneutralität erreicht wird, hält den Angaben nach nur knapp jeder Fünfte für wahrscheinlich. Als Aufgabe für die neue Bundesregierung wurde ein Verbot unnötiger Verpackungen am häufigsten genannt. Außerdem sollte klimafreundliches Verhalten von Verbrauchern stärker gefördert und erneuerbare Energien rascher ausgebaut werden. Insgesamt gaben vier von fünf Befragten an, ihr Verhalten ändern zu wollen, um die Klimaziele zu erreichen. Am häufigsten wurde genannt, den Energieverbrauch zu senken, Mobilitätsgewohnheiten anzupassen und die Ernährung umzustellen.