In nur einer Stunde: Die Deutsche Bahn prüft derzeit die Ende vergangenen Jahres vorgestellten Varianten für die Neubaustrecke Dresden-Prag. Mit der Verbindung verkürze sich nicht nur die Fahrzeit für Reisende, auch der Güterverkehr profitiere deutlich von kürzeren Transportzeiten, teilte die Deutsche Bahn am Donnerstag in Dresden mit. Demnach untersucht das Unternehmen aktuell eine Teil- und eine Volltunnelvariante zwischen dem sächsischen Heidenau und dem tschechischen Verkehrsknoten Usti nad Labem (Aussig an der Elbe).
Mit der neuen Verbindung liegen die beiden Städte künftig etwa eine Fahrstunde auseinander. Bislang dauert eine Zugfahrt zwischen Dresden und Prag rund zweieinhalb Stunden. Experten sollen nun die beiden Varianten anhand konkreter Kriterien vergleichen, die die Deutsche Bahn gemeinsam mit Umweltplanern und den Teilnehmern des Dialogforums erarbeitet haben. Anschließend soll die bevorzugte Option in den Deutschen Bundestag eingebracht werden, der dann über die Finanzierung und Umsetzung entscheiden soll.