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Bahn prüft Varianten für Neubaustrecke Dresden-Prag

Ein sogenannter "Railjet", ein Fernverkehrszug in Kooperation mit der Tschechischen Bahn (CD) und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), fährt vor der Kulisse der Altstadt über eine Brücke. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Ein sogenannter "Railjet", ein Fernverkehrszug in Kooperation mit der Tschechischen Bahn (CD) und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), fährt vor der Kulisse der Altstadt über eine Brücke. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

In nur einer Stunde: Die Deutsche Bahn prüft derzeit die Ende vergangenen Jahres vorgestellten Varianten für die Neubaustrecke Dresden-Prag. Mit der Verbindung verkürze sich nicht nur die Fahrzeit für Reisende, auch der Güterverkehr profitiere deutlich von kürzeren Transportzeiten, teilte die Deutsche Bahn am Donnerstag in Dresden mit. Demnach untersucht das Unternehmen aktuell eine Teil- und eine Volltunnelvariante zwischen dem sächsischen Heidenau und dem tschechischen Verkehrsknoten Usti nad Labem (Aussig an der Elbe).

Mit der neuen Verbindung liegen die beiden Städte künftig etwa eine Fahrstunde auseinander. Bislang dauert eine Zugfahrt zwischen Dresden und Prag rund zweieinhalb Stunden. Experten sollen nun die beiden Varianten anhand konkreter Kriterien vergleichen, die die Deutsche Bahn gemeinsam mit Umweltplanern und den Teilnehmern des Dialogforums erarbeitet haben. Anschließend soll die bevorzugte Option in den Deutschen Bundestag eingebracht werden, der dann über die Finanzierung und Umsetzung entscheiden soll.

Bahn- und Reiseinteressierte können sich ab sofort über das Großprojekt in einem neuen Informationszentrum in Heidenau bei Dresden informieren. Hierfür hat die Bahn in den vergangenen Monaten das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen «Pechhütte» saniert und umgebaut. Hier können sich Bürgerinnen und Bürger auf mehr als 200 Quadratmetern über den aktuellen Stand des Neubauprojekts erkundigen. Unter anderem soll eine interaktive Karte die beiden Streckenvarianten zeigen und erläutern, wie diese entwickelt wurden.

«Ich freue mich, dass die Planungen an der Neubaustrecke von Dresden nach Prag nun auch sichtbar vorankommen», sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig. Der Freistaat unterstütze das Großvorhaben seit Jahren mit fachlichen und politischen Initiativen.

Auch der DB-Konzernbevollmächtigte für Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, Martin Walden, zeigte sich bei der Eröffnung des Zentrums zuversichtlich. «Nicht weit vom Infozentrum sollen die Hochgeschwindigkeitszüge in den Tunnel in Richtung Prag einfahren oder kommen aus unserem Nachbarland zu uns.» Die neue Verbindung verkürze nicht nur die Reisezeit, auch das Elbtal könne mit der neuen Strecke vom Bahnverkehr entlastet werden.

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