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87 Mal gegen Corona geimpft: Ermittlungen gegen 61-Jährigen

Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau gegen Corona. / Foto: Ronny Hartmann/dpa/Symbolbild
Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau gegen Corona. / Foto: Ronny Hartmann/dpa/Symbolbild

Ein 61-Jähriger soll sich seit Sommer 2021 insgesamt 87 Mal in sächsischen Impfzentren gegen Corona haben impfen lassen. Der Mann sei erstmals Anfang März im Dresdner Impfzentrum aufgefallen, sagte ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Samstag auf Anfrage. «Wir haben das beobachtet, die anderen Impfzentren informiert und sie aufgefordert, die Polizei zu rufen, wenn er auftaucht.» Der Mann habe sich dabei immer mit richtigem Namen und Daten registriert. Weitere Angaben zu dem Fall machte er mit Verweis auf die Ermittlungen der Kriminalpolizei in dem Fall nicht.

Nach einem Bericht der Chemnitzer «Freien Presse» handelt es sich um einen 61-Jährigen aus Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Er habe sich an manchen Tagen bis zu drei Spritzen geben lassen. Bei einem Versuch im Impfzentrum Eilenburg vor einigen Wochen sei er erkannt und vorläufig festgenommen worden, das DRK hat ihn angezeigt.

Nach Informationen der Zeitung tauchte der Mann jeweils mit neuem Blanko-Impfpass in verschiedenen Impfzentren auf. Die Außenseiten der echten Pässe, auf denen der Patientenname steht, sollten jedes Mal nach der Spritze durch ein weiteres Blanko-Dokument ersetzt und der so gefälschte Impfpass mit den echten Chargennummern der Dosen an Impfgegner verkauft worden sein. Gegen den «Massen-Impfling» werde auch in anderen Bundesländern ermittelt.

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