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Jägerverband: Konzept bei Rückkehr des Wolfes fehlt

03.01.2017 von

Die Jäger werfen Naturschützern und Politikern bei der Rückkehr des Wolfes Planlosigkeit vor. «Die Zahl der Konflikte im ländlichen Raum nehmen deutlich zu», sagte der Geschäftsführer von Sachsen-Anhalts Jagdverband, Wilko Florstedt, der Deutschen Presse-Agentur. Es fehle ein bundesweites Konzept, eine Zielgröße, wie sich der Wolfsbestand entwickeln soll.

Mehr als 70 Schafe wurden im vergangenen Jahr von Wölfen getötet - allein in Sachsen-Anhalt. In Brandenburg und Sachsen sieht es nicht anders aus. Florstedt warnt, bei vielen Tierbesitzern rege sich großer Unmut. Die Akzeptanz für den Wolf schwinde.

Wölfe waren in Deutschland lange ausgerottet. Inzwischen gibt es bundesweit wieder 46 Wolfrudel und 15 Wolfspaare. Von Jägerseite wird immer wieder auch ein Abschuss ins Spiel gebracht, um die Bestände zu regulieren.

Naturschützer mahnen trotz steigender Zahlen zur Besonnenheit. Der Wolf erobere sich Lebensräume zurück, weil er nicht mehr gejagt werden darf, sagte Christiane Schröder vom Naturschutzbund (Nabu) Brandenburg. Ist ein Revier durch ein Rudel besetzt, finde dort auch keine weitere Ansiedlung statt. Auch das Bundesumweltministerium betonte, eine Regulierung der Wolfsbestände sei nicht nötig. Macht ein Wolf wiederholt Probleme, darf er bereits nach geltendem Recht geschossen werden.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Julian Stratenschulte

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