Die nach dem Überraschungs-Coup in Heidenheim aufgekommenen Hoffnungen für den FC Erzgebirge Aue sind nur theoretische Rechenspiele. Sieben Punkte Rückstand auf Relegationsrang 16 und Dynamo Dresden lassen vier Spieltage vor Schluss der Zweitliga-Saison aber zumindest das Feuer im Schacht brennen. «Wenn Dresden nächste Woche verliert und wir gewinnen, sind wir auf einmal auf vier Punkte dran. So gesehen, ist theoretisch noch alles möglich. Aber es wäre falsch, wenn wir anfangen zu träumen», sagte Aues Trainer Pavel Dotchev nach dem 2:0 in Heidenheim.
Nach zuvor vier sieglosen Spielen ist der Glaube an sich selbst wieder zurück: «Wenn wir die restlichen Spiele mit der Einstellung von heute angehen, haben wir vielleicht eine kleine Chance, die Relegation zu schaffen.» Routinier Dimitrij Nazarov erklärte das Erfolgsrezept: «Wir haben sehr mutig gespielt, das hat uns ausgezeichnet, das macht stolz.»
Nun wartet mit Hansa Rostock die nächste Aufgabe. «Da soll keiner auf die Tabelle schauen, wir versuchen zu gewinnen», sagte Nazarov. Coach Dotchev weiß unterdessen, was sich in den Köpfen seiner Spieler abspielt. «Natürlich kann man sagen, bei uns geht es um nichts mehr, da kann man befreit spielen. Doch so ist es nicht. Wir hatten schon Druck, wir wollten unser Gesicht wahren. Die Einstellung war für mich das Entscheidende. Die Jungs haben sehr gelitten in letzter Zeit, der Sieg tut uns gut», betonte er.