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Voss-Tecklenburg über EM-Effekt: «Tolle Entwicklung»

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (r) unterhält sich mit Schuster, Innenminister in Sachsen. / Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (r) unterhält sich mit Schuster, Innenminister in Sachsen. / Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild

«Wir sind sichtbar», sagt die Trainerin der deutschen Fußballerinnen gut zwei Monate nach der EM in England. In Dresden präsentiert sich der Vize-Europameister zur besten Sendezeit.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat sich vor dem Länderspiel in Dresden gegen Frankreich positiv über den Effekt der Fußball-Europameisterschaft in England geäußert. «Die EM-Euphorie konnte mitgenommen werden, das sieht man anhand der Zuschauerzahlen in den Stadien der Liga», sagte die 54-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. «Das sieht man aber auch an den Reaktionen der Fans: Wir sind sichtbar, sie kennen die Namen, sie erkennen die Spielerinnen und das ist eine tolle Entwicklung.»

Gleichzeitig mahnte Voss-Tecklenburg, die bei dem Turnier im Juli mit dem deutschen Nationalteam erst im Finale von Wembley dem Team der Gastgeberinnen unterlag, nicht nachzulassen beim Bemühen, ihren Sport auf allen Ebenen zu stärken: «Es ist unser Ziel, diese Sichtbarkeit weiter hochzuhalten.»

In der Bundesliga hatten zum Saisonauftakt zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern 23.200 Zuschauer für einen Rekord in einer Spielklasse gesorgt, deren Besucherschnitt zuletzt bei 811 lag. An den ersten beiden Spieltagen kamen insgesamt 47.238 Fans zu den zwölf Partien - mehr als in der gesamten Hinrunde der Vorsaison. Der Deutsche Fußball-Bund hat nach neuesten Erkenntnissen auch 50.197 Erstregistrierungen bei den Mädchen in den Vereinen, ein Plus von 150 Prozent. «Ich glaube, wir können allesamt durch die Bank sagen, dass sich einiges getan hat die letzten Wochen», so DFB-Kapitänin Alexandra Popp.

Die Stürmerin des VfL Wolfsburg erzielte im EM-Halbfinale gegen Frankreich beide Tore zum 2:1. Vor dem erneuten Aufeinandertreffen der beiden Teams am Freitag (20.30 Uhr/ARD) im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion wurden bislang 24.500 Tickets verkauft. Für die DFB-Frauen ist es das erste Heimspiel seit der EM und das letzte in diesem Jahr. Im November geht es noch zu zwei Testpartien in die USA gegen die gastgebenden Weltmeisterinnen. Alle drei Spiele dienen auch der Vorbereitung auf die WM vom 20. Juli bis 20. August 2023 in Australien und Neuseeland.

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