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Köpping rät bei Fußball mit Fans zu Vorsicht

04.08.2020 von

Foto: Petra Köpping (SPD) während einer Kabinetts-Pressekonferenz. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) rät angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen zu Vorsicht bei der Öffnung der Fußballstadien für Fans. «Das bereitet mir Sorge», sagte die Ministerin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. «Von der Studie «Restart-19» am 22. August in Leipzig erhoffe ich mir neue Erkenntnisse, ob und wie gefährlich Großveranstaltungen für die Ausbreitung des Corona-Virus sind. Wichtig ist mir aber auf jeden Fall ein bundesweit einheitliches Vorgehen.» Bei einem Konzert mit Tim Bendzko wollen Forscher der Uniklinik Halle am 22. August Erkenntnisse über Großveranstaltungen in Corona-Zeiten gewinnen. Dafür werden 4000 Freiwillige gesucht.

Die Deutsche Fußball Liga will am Dienstag auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung auch darüber beraten, ob Anhänger der 36 Profi-Clubs mit Beginn der Saison wieder Zuschauer in die Stadien lassen dürfen. Die DFL hat einen Leitfaden erstellt, der ein Stehplatz- und Alkoholverbot bis zum 31. Oktober vorsieht. Zudem sollen keine Gästefans in den Stadien bis zum Jahresende erlaubt werden. Verkauft werden sollen für die Spiele nur personalisierte Online-Tickets, mit denen die Nachverfolgung von Infektionsketten möglich sind. Entsprechende Anträge des DFL-Präsidiums stehen bei der Mitgliederversammlung zur Abstimmung.

Allerdings hatten auch Politiker wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wegen steigender Infektionszahlen Zweifel geäußert. Er hält Bundesligaspiele mit 25 000 Zuschauern «für sehr schwer vorstellbar». Die neue Spielzeit soll mit der ersten DFB-Pokalrunde vom 11. bis 14. September beginnen. Eine Woche später ist der Start von Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga vorgesehen.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Petra Köpping (SPD) während einer Kabinetts-Pressekonferenz. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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