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Nkunku und Olmo treffen: RB Leipzig glänzt auch ohne Werner

Dani Olmo nimmt am Abschlusstraining in der Red-Bull-Akademie teil. / Foto: Jan Woitas/dpa
Dani Olmo nimmt am Abschlusstraining in der Red-Bull-Akademie teil. / Foto: Jan Woitas/dpa

Dann halt Christopher Nkunku und Dani Olmo: Mit dem Ausfall von Nationalstürmer Timo Werner hat sich RB Leipzig am Ende einer turbulenten Woche nicht lange aufgehalten. Auch beim 3:1 (1:0)-Sieg bei der TSG 1899 Hoffenheim zeigte der Champions-League-Achtelfinalist am Samstag in der Bundesliga seine ganze Klasse. «Die Jungs haben heute durchgezogen, das ist schon außergewöhnlich stark», lobte Trainer Marco Rose den wuchtigen und spielfreudigen Auftritt seines Teams, das Wettbewerbs-übergreifend nun seit elf Spielen unbesiegt ist.

Der Franzose Nkunku setzte sich mit seinem zehnten und elften Saisontreffer (17. und 57. Minute) allein an die Spitze der Torjägerliste. Der Spanier Olmo traf bei seinem ersten Startelf-Einsatz nach einigen Einwechslungen und seiner Knieverletzung ebenfalls - mit einem satten Rechtsschuss in den Winkel (69.).

Der 24-Jährige ließ sich nach dem Abpfiff in den Stadionkatakomben von seinem früheren Leipziger Mitspieler und Landsmann Angeliño erstmal dessen Söhnchen zeigen. Klar, dass Olmo bestens gelaunt war - der Angreifer ist bereits in WM-Form. «Dani Olmo ist nach seiner Verletzung langsam wieder richtig auf Betriebstemperatur», sagte Rose. «Heute habe ich ihm gesagt: Du bist Pilot und sagst, wie lange es geht.» Bis zur 76. Minute hielt der Angreifer durch.

Auch André Silva und Dominik Szoboszlai überzeugten in der Leipziger Offensive. So konnte das Fehlen von Timo Werner (Syndesmosebandriss), der auch bei der am 20. November beginnenden WM in Katar fehlt, bestens kompensiert werden. Nkunku ist «ein Unterschiedsspieler, der außergewöhnliche Qualitäten hat, ein unglaublich hohes Tempo», sagte Rose über Deutschlands «Fußballer des Jahres» betonte aber auch: «Er hat paar Jungs um ihn herum, die ihn perfekt in Szene setzen: Alleine kriegt er das nicht hin.»

So beklatschte auf der Tribüne des mit 23 127 Zuschauern besetzten Stadions in Sinsheim auch Oliver Mintzlaff mit zufriedener Miene seine Mannschaft. Zumal die eine Serie von acht sieglosen Auswärtspartien in der Liga beendete. Am Freitag war bekannt geworden, dass der Geschäftsführer den DFB-Pokalsieger verlässt und zum 15. November zum Konzern Red Bull wechselt. Der 47-Jährige wird beim Getränkekonzern nach dem Tod von Firmengründer Dietrich Mateschitz am 22. Oktober einer von drei neuen Geschäftsführern.

RB Leipzig will nicht zwingend einen direkten Nachfolger verpflichten. «Wir machen uns jetzt Gedanken, ob wir noch einen CEO holen oder ob wir der jetzigen Geschäftsführung noch mehr Vertrauen schenken», sagte Mintzlaff bei Sky. Der künftige Sport-Geschäftsführer Max Eberl (früher Manager bei Borussia Mönchengladbach) habe «genug Aufgaben in der sportlichen Führung», erklärte Mintzlaff. «Wir haben ein tolles Management-Team und werden nicht führungslos sein. Wir haben einen sehr funktionierenden Club auf allen Ebenen.»

Den RB-Profis bereitet der Abgang von Mintzlaff, der künftig noch im Aufsichtsrat der Leipziger tätig sein will, offensichtlich kein Kopfzerbrechen. «Darüber habe ich mir jetzt noch keine Gedanken gemacht. Ich glaube, viel wird sich für uns nicht ändern», sagte Nationalspieler Marcel Halstenberg, der sich lieber zur starken Form seines Teams äußerte: «Wir spielen gut, wir haben Spaß, defensiv stehen wir auch gut.»

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