Das Coronavirus hat auch die Sportler in Sachsen ausgebremst. «Wir rechnen am Ende des Jahres mit einem Rückgang bei der Mitgliederzahl, zumindest wird das Wachstum der vergangenen Jahre vermutlich gestoppt werden», sagte der Generalsekretär des Landessportbundes Sachsen, Christian Dahms, in Leipzig bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Verbänden und Vereinen. Zwar sei der Sportbetrieb in den Vereinen wieder angelaufen. Es sei aber noch nicht bekannt, ob und wie viele Sportler oder Sportgruppen wegen Corona aufgegeben haben. Im Landessportbund Sachsen sind aktuell rund 675 000 Mitglieder in mehr als 4400 Sportvereinen organisiert. Vor fünf Jahren waren es 623 482 Mitglieder.
Laut Dahms sind unter anderem der Pferdesport, die Gesundheits- und Rehabilitationssportvereine und auch Teamsportarten wie Fußball, Handball, Volleyball oder Eishockey, die mit Einnahmen aus Eintrittsgeldern planen, von den Auswirkungen betroffen.
Beim Pferdesport erwirtschaften die Vereine einen Teil der nicht unerheblichen Kosten für den Unterhalt der Pferde und deren Stallungen, für Futter, Pflege, den Hufschmied, die ärztliche Betreuung der Tiere sowie die Bezahlung der Reitlehrer durch Reitstunden und -kurse. Wegen des Infektionsschutzes seien Mitte März die Kurse und damit Einnahmen schlagartig weggefallen, die Kosten hingegen seien geblieben, sagte die Geschäftsführerin des Landesverbandes Pferdesport Sachsen, Susann Krönert.