Vor 45 Jahren ist der Grundstein für eines der größten Plattenbauviertel der damaligen DDR gelegt worden - an diesem Mittwoch soll eine Gedenktafel in der Leipziger Großwohnsiedlung Grünau errichtet werden. Es sei ein guter Anlass, um auf die Entstehungsgeschichte und auch auf die Entwicklung von Grünau aufmerksam zu machen, sagte die Koordinatorin des Stadtbezirksbeirat, Berit Lahm.
In Kooperation mit der Leipziger Wohnungsbaugenossenschaft wird der Stadtbezirksbeirat am Mittwoch ein Schild an das erstbezogene Haus in dem Plattenbauviertel anbringen. Ein Jahr nach Grundsteinlegung waren die ersten Mieter eingezogen. Nach Angaben Lahms wohnen manche Erstmieter noch immer dort.
Den Angaben zufolge war Grünau nach Berlin-Marzahn das zweitgrößte Plattenbauviertel der DDR. Demnach lebten rund 85.000 Menschen in den acht Wohnkomplexen. Mit dem Ende der DDR siedelten vor allem Besserverdienende in Einfamilienhaussiedlungen um, die um Leipzig herum entstanden. Die Plattenbauten in Grünau waren in der Folge jahrelang von Bevölkerungsrückgang, Leerstand und Rückbau geprägt.